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"Entscheidungshilfe!" Boardkauf

Alles was wichtig ist

Moderator: Bambule

Beitragvon palm3r » 21. Sep 2003, 14:27

"Hi Leute! Ich war gestern das erste Mal Wakeboarden. War total geil und jetzt brauch ich mein eigenes Board! Welches würdet ihr mir da empfehlen??"

So, oder in der Art lauten da meist solche Fragen. Sicher, ihr seit jetzt total heiss und habt kein Bock mehr für teuer Geld Boards auszuleihen, die eh nicht wirklich schocken. Doch der Boardkauf sollte bedacht sein. Eine allzu schnelle Entscheidung kann später zu Magengeschwüre führen! Deshalb wollen wir euch eine kleine Entscheidungshilfe zur Auswahl des ersten eigenen Babys geben.




Die Auswahl hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Fahrkönnen bzw. Ambitionen
  • Körpergewicht
  • Einsatzbereich sprich Boot, oder Cable
  • Geldbeutel



Ein Richtwert für die Boardlänge ist da das Fahrergewicht.

<59kg ~ ca. 119 - 128cm
60 - 80kg ~ 131 - 137cm
>80kg ~ 140 - 144cm


Wie gesagt, dies ist nur ein "Richtwert"! Welche Länge euch persönlich liegt, könnt ihr nur selber rausfinden. Längere Boards liegen stabiler im Wasser und federn besser die Landung ab. Kürzere Boards haben nicht so ein hohes Drehmoment bei Rotationen und lassen sich schneller manövrieren. Am Cable neigen die meisten Rider erfahrungsgemäß zu kürzeren Brettern, wobei am Boot eher länger Boards bevorzugt werden.


Beim Einsatzbereich kommt es darauf an, ob du mehr am Boot, oder an der Anlage fährst. Der Unterschied dabei liegt hauptsächlich im Rocker, d.h. die Aufbiegung des Boards. Der Continuous Rocker eignet sich gut für die Anlage. Der durchgängige Rocker gewährleistet, dass der Druck den man brauch, um am Cable springen zu können, gleichmäßig aufgebaut werden kann. Der 3-Stage-Rocker ist fürs Boot entwickelt worden. Der 3-Stage-Rocker hat verschieden Winkel in der Aufbiegung, wodurch die Wasserlinie an mehreren Stellen abreißt und sich das Board besser von der Welle löst. Dieser Effekt wirkt sich am Cable allerdings kontraproduktiv, da es schwieriger wird genügend Druck für einen Jump aufzubauen. Das heißt natürlich nicht, das man damit gar nicht an der Anlage fahren kann. Es kommt darauf an, wie stark der 3-Stage-Rocker ausgebildet ist. Boards wie z.B. das Parks von Hyperlite, die einen sehr starken, sogenannten Abrupt 3-Stage Rocker haben, sind fürs Cable gänzlich ungeeignet.


Dein persönliches Fahrkönnen sollte auch deinen Boardkauf beeinflussen. Beim Shape (Form des Boards) gibt es mitunter große Unterschiede. Allroundboards mit Centerfinne machen es dir am Anfang sicher sehr leicht zu lernen. Denn solche Boards verzeihen mehr Fehler, doch auf Dauer kann schnell Frust aufkommen. Besonders wenn man besser geworden ist und mehr als nur ein paar Standarttricks machen möchte. Es bringt allerdings nix sich gleich ein extremes High-End Board zu kaufen, mit dem man nicht zurechtkommt. Es ist im jedem Fall zu empfehlen, sich ein Board mit 4 oder 6 Finnen zu kaufen. Die unterschiedlichen Finnen Setups und Board Shapes, erlauben es jedem sich ein Board zu kaufen, dass zu dem eigen Fahrstil passt. Vom extrem agressiv, bis loose ist alles dabei.


Zu einem Board gehört natürlich auch eine Bindung und bei der sollte man keine Kompromisse machen!! Spart euer Geld lieber beim Board, aber nicht bei der Bindung! Hier sollte viel Wert auf Komfort und den richtigen Sitz gelegt werden. Wenn einem der Fuss beim Sprung aus der Bindung rutscht, hört der Spass schnell auf. Eine Bindung die zu eng sitzt, kann sich schnell zum Folterinstrument entwickeln. Hier sollte auf keinem Fall auf blauen Dunst gekauft werden. Die Bindung muss im jedem Fall vorher getestet werden!!


Ich hoffe ich konnte euch bei euer Entscheidung ein wenig weiterhelfen. Abschließend kann ich nur jedem empfehlen sich vor dem Kauf sorgfältig zu informieren und vor dem Kauf das Material zu testen!! Preisvergleiche und verhandeln lohnen sich. Besonders wenn man ein komplettes Paket mit Board und Bindung kauft. 10 Prozent auf dem Verkaufspreis sollten mindestens drin sein. In der Regel macht es Sinn den Stuff beim Händler seines Vertrauen zu kaufen. Mag im ersten Moment vielleicht teurer erscheinden, doch besonders bei Garantiefällen kann euch das viel Ärger ersparen. Privatauktion, keine Garantie oder Rückgabe gehört bei ebay ja mittlerweile zum Standardrepertoire. Macht euch Gedanken darüber was ihr in der Zukunft mit dem Material vor habt. Wollt ihr nur einmal im Monat im Kreis fahren, lohnt es sich nicht den absolute High-End Stuff am Start zu haben. Ein gebrauchtes Mittelklassemodel bringt es auch.

Die meisten Shops an den Anlage bieten Testmaterial an, oder veranstalten Testing Days. Am Boot gibt es ebenfalls diverse Möglichkeiten Material zu testen. Infos dazu findet ihr unter Wakesport.de - Regional Points. Danach steht dem Spass eigentlich nix mehr im Weg!


Und nie vergessen: no pain ? no gain!!


Ride On..........
Zuletzt geändert von palm3r am 3. Jun 2005, 23:39, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon palm3r » 21. Sep 2003, 18:15

Links zu Online-Shops und Hersteller findet ihr hier!


Infos zu Boards und Bindungen findet ihr unter wakeworld.com
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